Kolloquium Mathematik und ihre Didaktik

Institut für Mathematik

Das Kolloquium "Mathematik und ihre Didaktik" bildet das Forschungsspektrum am Institut für Mathematik an der RPTU in Landau ab. Entsprechend gibt es in jedem Semester sowohl Vorträge zu Themen der Didaktik der Mathematik als auch zu Themen der Angewandten Mathematik.

Die Vorträge des Kolloquiums "Mathematik und ihre Didaktik" finden am Campus der RPTU in Landau, Fortstraße 7, 76829 Landau im jeweils angegebenen Raum statt.
Lageplan und Anfahrtsbeschreibung

Kurz-URL dieser Seite:
https://rptu.de/s/mathekolloquium

Vortrag: Prof. Dr. Leander Kempen

Dienstag, 05.05.2026, 16 Uhr c.t., Konferenzraum, Gebäude C1, Erdgeschoss, Raum CI 1

Prof. Dr. Lander Kempen, Universität Greifswald

Fortbildungen zur Stochastik in der Sekundarstufe II – Erfahrungen aus dem QuaMath-Projekt

Im Rahmen des QuaMath-Projekts wurde eine Fortbildungsreihe zur Stochastik in der Sekundarstufe II entwickelt. Sie umfasst drei Bausteine von jeweils drei Stunden Dauer zu den Themen „bedingte Wahrscheinlichkeiten“, „Binomialverteilung“ und „Prognoseintervalle“. Zwischen den einzelnen Bausteinen sind Praxisphasen vorgesehen, in denen die teilnehmenden Lehrkräfte die Inhalte des jeweils vorherigen Bausteins im Unterricht erproben und anschließend reflektieren. Die Inhalte der Fortbildung sind durch den übergreifenden Rahmen des QuaMath-Projekts geprägt. Dieser orientiert sich an fünf ausgewählten Merkmalen qualitätsvollen Mathematikunterrichts sowie an fünf sogenannten „Lehrkräfte-Jobs“, die zentrale Aspekte professionellen Lehrerhandelns fokussieren.

Im Vortrag werden zentrale Überlegungen zur Entwicklung der Fortbildungsreihe vorgestellt. Darüber hinaus werden erste Erkenntnisse sowie Erfahrungen aus der Arbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dargestellt und zur Diskussion gestellt.

Vortrag: Timo Flückiger

Dienstag, 02.06.2026, 16 Uhr c.t., Konferenzraum, Gebäude C1, Erdgeschoss, Raum CI 1

Timo Flückiger, Universität Kassel, Didaktik der Mathematik, Schwerpunkt Primarstufe

Profile von flexibel rechnenden Grundschüler:innen

Die Entwicklung und die Förderung flexiblen Rechnens sind zentrale Ziele des Mathematikunterrichts in der Grundschule. Für die unterrichtliche Praxis ist es daher bedeutsam, Rückschlüsse darüber ziehen zu können, ob und wie flexibel Grundschüler:innen rechnen. Für das flexible Rechnen ist es entscheidend, dass Schüler:innen auf Grundlage der erkannten Merkmale und Beziehungen von Zahlen und Aufgaben adäquate Lösungswerkzeuge verwenden. Dies wurde in den bisher vorliegenden Studien, die Profile von flexiblen Rechner:innen herausarbeiteten, jedoch nicht untersucht. Meine Studie adressiert unter anderem dieses Desiderat. Zur Erfassung des flexiblen Rechnens wurden ein halbstandardisiertes, leitfadengestütztes Interview sowie ein Kodiermanual konzipiert. Die Kodierung der Interviews erfolgte mittels der qualitativen Inhaltsanalyse. Mithilfe der Berechnung von Clusteranalysen wurden verschiedene Profile von flexiblen Rechner:innen ermittelt, die sich unter anderem hinsichtlich der Adäquatheit der verwendeten Lösungswerkzeuge zu den benannten Merkmalen und Beziehungen von Zahlen und Aufgaben unterscheiden. Die Ergebnisse werden im Vortrag vorgestellt und diskutiert.

Vortrag: Prof. Dr. Katja Lenz

Dienstag, 07.07.2026, 16 Uhr c.t., Konferenzraum, Gebäude C1, Erdgeschoss, Raum CI 1

Prof. Dr. Katja Lenz, PH Schwäbisch Gmünd

Schulbuchforschung in der Mathematikdidaktik – übergreifende Perspektiven und ein exemplarischer Blick auf Lerngelegenheiten im mathematischen Anfangsunterricht

Schulbücher sind eine zentrale Ressource des Mathematikunterrichts und prägen maßgeblich die Lerngelegenheiten, die Schülerinnen und Schülern eröffnet werden. Der Vortrag nimmt dies zum Anlass, zunächst übergreifende Perspektiven der Schulbuchforschung in der Mathematikdidaktik zu skizzieren. Anschließend wird eine Studie zu Lerngelegenheiten im mathematischen Anfangsunterricht vorgestellt. Im Fokus steht die Frage, welche Lerngelegenheiten Schulbücher für die erste Klasse zur Erarbeitung des Teile-Ganzes-Konzepts bereitstellen. Grundlage bildet eine qualitative typenbildende Inhaltsanalyse von zwölf Schulbüchern. Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Muster, wie das Teile-Ganzes-Konzept in Schulbüchern aufgegriffen und strukturiert wird, und verdeutlichen exemplarisch, wie Schulbuchanalysen Unterschiede in den angebotenen Lerngelegenheiten und den damit verbundenen potenziellen Lernprozessen sichtbar machen können.

Vergangene Vorträge finden Sie hier