Open MINT Labs

Transfer virtueller Labore in den schulischen Unterricht

Durch den Einsatz von virtuellen Laboren in der Oberstufe sollen Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche Fragestellungen sensibilisiert und für ein ingenieurwissen-schaftliches oder naturwissenschaftliches Studium  motiviert werden.

Das Projekt verfolgt zwei Ziele. Erstens sollen praxisrelevante didaktische Konzepte entwickelt werden, mit denen zielorientiert virtuelle Lernlabore in der Oberstufe eingesetzt werden können. Dabei spielen vor allem Kompetenzen eine Rolle, die den Übergang Schule-Hochschule betreffen (bzgl. technisch-naturwissenschaftlichen Studiums informieren und motivieren). Zweitens sollen Kriterien und Anhaltspunkte gefunden und analysiert werden, mit denen Lehrpersonen sowohl innovative Ideen wie virtuelle Labore als auch darauf basierende didaktische Konzepte beurteilen.

Insgesamt wird ein dreiphasiges Vorgehen realisiert. Zunächst erhalten interessierte Lehrpersonen Zugang zu den existierenden virtuellen Laboren und werden mittels Fragebogenstudie befragt. Sie geben neben demographischen Daten, Angaben zu ihrer Ausbildung und schulischen Erfahrung sowie zu ihrer aktuellen Schulsituation an, welche Ziele sich durch die virtuellen Labore ihrer Einschätzung nach erreichen lassen, was mögliche Barrieren und Effekte wären. In einer zweiten Phase wird mit ausgewählten Lehrpersonen zunächst ein Interview zu ihren Angaben geführt, um den Fragebogen zu validieren, dann werden Umsetzungsmöglichkeiten für ein didaktisches Konzept diskutiert, ein Entwurf des Konzepts erarbeitet und in der Schule evaluiert. In einer dritten Phase wird das didaktische Konzept von Lehrpersonen (ggf. auch aus der ersten Phase) mittels Fragebogen beurteilt. Die virtuellen Labore werden zudem mit anderen digitalen Lernmöglichkeiten systematisch verglichen (z. B. www.leifiphysik.de), um das innovative Potenzial abschätzen zu können, das schulische Akteure zu Transferprozessen motivieren könnte.

Förderzeitraum: Januar 2017 bis Dezember 2020