SOPLAS
Superabsorber im Oberrheingebiet: Bodenhilfsstoff oder Quelle sekundärer Plastikrückstände?
Interreg Oberrhein: AP3-12 (kofinanziert von der EU)

Zusammenfassung
Superabsorbierende Polymere werden zunehmend in der Land- und Forstwirschaft als Bodenhilfsstoffe eingesetzt, um die Wasserspeicherfähigkeit von Böden zu verbessern und das Pflanzenwachstum gegenüber Trockenstress zu stabilisieren. Gleichzeitig ist bislang nur unzureichend bekannt, wie sich synthetische Superabsorber über die Zeit und unter realen Bodenbedingungen/Umwelteinflüssen verändern, inwieweit sie persistente Rückstände bilden und welche Folgen diese für Bodenstruktur, Wasserhaushalt und zentrale Bodenfunktionen hat.
Das Projekt SOPLAS untersucht den Einsatz, das Verhalten und die Bewertung synthetischer sowie biologisch abbaubarer Superabsorber in land- und forstwirtschaftlich genutzten Böden des Oberrheingebiets. Die Region ist durch zunehmende Trockenperioden, Starkregenereignisse und intensive Landnutzung besonders geeignet, um Chancen und Risiken dieser Materialien praxisnah und grenzüberschreitend zu erfassen.
Dazu verbindet das Projekt Monitoring, Labor- und Praxisversuche sowie harmonisierte Analyse- und Bewertungsverfahren. In einem trinationalen Netzwerk aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz werden Umwelt-, Boden- und Nutzungsdaten auf Monitoringflächen und Modellbetrieben erhoben. Ergänzend werden mögliche Rückstände synthetischer Superabsorber, biologisch abbaubare Alternativen und Strategien zur Behandlung bereits belasteter Böden untersucht.
Projektleitung
Weitere Mitglieder
SOPLAS wird in einem trinationalen Netzwerk aus Wissenschaftseinrichtungen, Fachinstitutionen, Beratungsstellen und Praxisbetrieben umgesetzt und umfasst unter anderem Université de Strasbourg/CNRS, FiBL, FAWF Rheinland-Pfalz, ITADA, Chambre d’Agriculture d’Alsace, LTZ Augustenberg sowie weitere Praxis-, Beratungs- und Umsetzungspartner aus dem gesamten Oberrheingebiet (D/F/CH).
